Die Ybbsitzer Schmiedeweihnacht ist ein echtes Unikat und strahlt nicht erst seit diesem Jahr weit über die regionalen Grenzen hinaus.

Eröffnet wurde die zweitägige Schmiedeweihnacht von LR Sobotka in einem kurzen Festakt am Samstag vor Weihnachten. Er lobte vor allem die geglückte Umsetzung eines einmaligen Konzepts, das die Tradtionen hochhält und ein "Rendezvous mit dem Brauchtum" ermöglicht. In Anspielung auf die vielen Schmiede, die aus zahlreichen europäischen Ländern gekommen waren, sprach Sobotka von einem gelebten Beispiel für ein Europa, das war wollen. "Hier werden persönliche Konakte geknüpft und gepflegt, die beitragen, dass ein Europa der Regionen mit Leben erfüllt wird", so der Landesrat, der ein großer Förderer der Schmiedefamilie und Schmiedeidee ist.


Am Marktplatz flogen die Funken, wenn die Schmiede ihre Werkstücke in die Essen hielten und ihren Ideen an Kerzenleuchtern freien Lauf liesen.


Sepp Eybl schmiedete im Anschluss an die Eröffnung mit Schülern der Hauptschule. Bürgermeister Josef Hofmarcher freute sich aus den Partnerstädten des Vereines "Ringes der Europäischen Schmiedestädte" Ludger Bickschlag aus Friesoythe (D) und Bgm. Ing. Miloslav Prikryl aus Lipnik nad Becvou (CZ) begrüßen zu dürfen.

Auch Bürgermeister Ing. David Forstenlechner aus der Eisenstadt Steyr folgte der Einladung.

Die Schüler der Schmiedeakademie bedankten sich bei Frau KR Waltraud Welser für die kostenlose Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten.

Aber nicht nur Schmiede, die aus ganz Europa wieder nach Ybbsitz gekommen waren, zeigten ihr Können, sondern auch verschiedenste Kunsthandwerker demonstrierten im FeRRUM ihre Arbeitsweisen. So gab es Korbflechter und Keramikmaler ebenso zu bestaunen wie Goldsticker und Glaskünstler.















Neben dem reinen Adventmarktangebot, das auch kulinarisch nicht zu wünschen übrig ließ, gab es auch verschiedene musikalische Programmpunkte. So baten der Bäuerinnenchor und der Gesangverein jeweils zu Konzerten in die Pfarrkirche.


LEUCHTERSCHMIEDEN
Die Zusammenführung und der Erfahrungsaustausch zwischen den tschechischen Schmieden der Region Iglau und den Schmieden der Region niederösterreichische Eisenstraße zum Thema "Leuchterschmieden" war Zielsetzung des vom Land NÖ und der Europäischen Union geförderten Projektes.
Insgesamt nahmen 50 Schmiede an der Veranstaltung teil, stellten ihre Produkte zur Schau, zeigten ihr Können am Schmiedeplatz und trugen so ganz wesentlich zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Welterbes Schmieden bei.
Jury: Dir. Dipl.-Ing. Gernot Walter (Vorsitz)
ok.mal. Irena Wagnerova (Vzbgm. Iglau - CZ)
KR Waltraud Welser
Mag. Christine Habermann von Hoch
Landesinnungsmeister Johann Schmutz
Bgm. Josef Hofmarcher
Zur Prämierung der besten Arbeiten konnte der Obmann des Regionalverbandes Mostviertel Labg. Bgm. Mag. Hans Heuras begrüßt werden, der die Brückenfunktion von Ybbsitz und der Schmiede unterstrich und für den hier gelebten Weg des Kulturaustausches seine Bewunderung zum Ausdruck brachte.
Die besten Arbeiten:
Seredynskyy Roman, Severynenko Yuriy (UA) und Meral Hietz (A)
Georg Kromoser, Jakob Severin (A)
Florian Upmann (D)
Ernst u. Michael Fahrngruber (A)
Chris Baumann (CH), Martin Röck (A),
Thomas Hochstädt (A), Harald Leitner (A)
Anerkennungspreis für Ybbsitzer Schmiedeakademie
Einen Anerkennungspreis der Fachjury erhielten die Schüler der Ybbsitzer Schmiedeakademie für ihre Arbeit, die sie im Rahmen der Schmiedeweihnacht als Wettbewerbsbeitrag eingereicht hatten. Kommerzialrat Waltraud Welser, HTL-Direktor DI Gernot Walter, Bürgermeister Josef Hofmarcher und der NÖ Landesinnungsmeister der Schmiede, Johann Schmutz, überreichten den Preis. Die Schmiedeakademie startet am 31. Jänner 2009 ins nächste Semester.


